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Fotos - Flammrichten in Theorie und Praxis – Linde AG am 26. März 2009
Der interessante Vortrag am 26. März 2009 von Herrn Rüdiger Kretschmer, Linde AG- Hamburg, beinhaltete das Flammrichten in Theorie und Praxis.
Einführung
Beim Flammrichten wird das Bauteil gezielt örtlich bis in den plastischen Bereich erwärmt. Dabei tritt infolge behinderter Wärmedehnung eine bleibende Stauchung ein. Während des Abkühlens ergibt sich eine Kürzung im Werkstück, die zu der gewünschten Formänderung führt.
Dabei ist die Leistungskraft des Acetylens von besonderem Wert. Die hohe Flammentemperatur, verbunden mit der hohen Verbrennungsgeschwindigkeit der Acetylen-Sauerstoff-Flamme, ergibt den größten Richteffekt und gewährleistet das schnelle und präzise Setzen der Flammrichtfiguren. Durch die die variable Acetylen-Sauerstoff-Flamme und die leicht zu wechselnden Brennereinsätze kann jedes gewünschte Wärmeangebot eingestellt werden, so dass eine optimale und wirtschaftliche Behandlung des Werkstückes möglich ist.
Arbeitsregeln
Für eine bessere Wärmeübertragung und damit gute Wärmestau- Erzeugung ist die Flamme auf hart/neutral, besser noch auf hart / sauerstoffüberschüssig (bis zu 50%) einzustellen. Der Abstand der Flammenkegelspitze zur Werkstückoberfläche ist so gering
wie möglich zu halten. Die Brennergröße ist in Abhängigkeit von der Werkstoffart und der werkstückdicke zu wählen (Tabelle).
Flammrichten von Baustählen, Feinkornbaustählen und TM-Stählen
Flammrichten ist ohne wesentliche Gefügeveränderungen möglich, wenn die Flammrichttemperatur "Dunkelrotglut" eingehalten wird. Die Abkühlung erfolgt im Allgemeinen an ruhender Luft. Schroffes Abkühlen kann bei dünnem Material und unempfindlichen Werkstoffen zu kürzeren Richtzeiten führen.
Praxis
Die in der Theorie vermittelten Kenntnisse des Flammrichtens wurde praxisgerecht an verschiedenen Bauteilen und Blechen in den Räumlichten des SLV –Bildungszentrums dargestellt.
Infos: www.linde-gas.de
www.mss-schweisstechnik.de
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